Geringes Eigengewicht
Holzkonstruktionen sind deutlich leichter als vergleichbare Massivbauweisen. Das kann vorhandene Tragreserven des Bestands besser nutzbar machen – ob und in welchem Umfang, klärt die Tragwerksplanung im Einzelfall.
Fachberatung Holzgebäude
Dietrich Erik Lenk
Fachberatung Holzgebäude · Projektentwicklung und Koordination
Wohnraum auf bestehenden Gebäuden schaffen – fachlich begleitet und koordiniert
Geschossaufstockungen können ungenutzte Dachflächen aktivieren und zusätzlichen Wohnraum schaffen. Ich unterstütze Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und Bestandshalter bei der ersten Projektstrukturierung sowie bei der Abstimmung geeigneter Planungs- und Holzbaupartner. Holzbau bietet dabei durch geringes Eigengewicht und hohe Vorfertigung besondere Möglichkeiten – die Machbarkeit wird stets am konkreten Gebäude geprüft.
Fachabend vom 13.10.2026 · bis zu 60 Teilnehmende
Wo Bauland knapp und teuer ist, liegt ein großes Potenzial oft direkt über dem Bestand: auf dem Dach. Eine Aufstockung erweitert ein vorhandenes Gebäude um ein oder mehrere Geschosse – ein Weg für Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und Bestandshalter, Wohnraum zu schaffen und Immobilien weiterzuentwickeln.
Holzbau bietet für Aufstockungen einige Eigenschaften, die beim Bauen auf bestehenden Gebäuden besonders relevant sind. Welche Vorteile im konkreten Fall tatsächlich zum Tragen kommen, hängt vom Objekt und der gewählten Bauweise ab.
Holzkonstruktionen sind deutlich leichter als vergleichbare Massivbauweisen. Das kann vorhandene Tragreserven des Bestands besser nutzbar machen – ob und in welchem Umfang, klärt die Tragwerksplanung im Einzelfall.
Wand-, Decken- und Dachelemente oder ganze Raummodule entstehen witterungsgeschützt im Werk. Das unterstützt eine gleichbleibende Ausführungsqualität und eine gut planbare Montage.
Die Montage vor Ort kann – je nach Projektgröße und Bauweise – vergleichsweise kurz ausfallen. Planung, Genehmigung, Vorfertigung und Ausbau benötigen deutlich mehr Zeit und bestimmen die Gesamtprojektdauer.
Trockene Bauweise, weniger Baustellenzeit und -verkehr: Das kann die Belastung für Bewohnerinnen und Bewohner eines genutzten Gebäudes spürbar reduzieren.
Holzbauteile lassen sich mit hohem Wärmeschutz ausführen. Holz ist ein nachwachsender Baustoff und speichert Kohlenstoff. Die Aufstockung kann zudem Anlass sein, Gebäudehülle und Haustechnik des Bestands mitzudenken.
Holzbau ermöglicht unterschiedliche Architektursprachen – vom zurückhaltenden Anschluss an den Bestand bis zur bewusst eigenständigen Ergänzung, im Rahmen der planungsrechtlichen Vorgaben.
Flexible, bewährte Bauweise mit Wand- und Deckenelementen aus einem tragenden Holzrahmen – gut anpassbar an unregelmäßige Bestandsgeometrien.
Großformatige, weitgehend vorgefertigte Wand-, Decken- und Dachelemente, teils inklusive Fenster und Installationen – für eine zügige Montage.
Dreidimensionale Raummodule mit hohem Ausbaugrad aus dem Werk – besonders interessant bei wiederkehrenden Grundrissen und seriellen Lösungen.
Eine Geschossaufstockung im bewohnten Bestand erfordert die Abstimmung vieler Beteiligter. Dietrich Erik Lenk unterstützt Eigentümer und Bestandshalter dabei, aus einer ersten Projektidee einen strukturierten Prüf- und Planungsprozess zu entwickeln – herstellerübergreifend und mit Blick auf das konkrete Gebäude.
Ziele und verfügbare Bestandsunterlagen aufnehmen, offene Fragen identifizieren und die nächsten fachlichen Prüfungen sinnvoll vorbereiten.
Geeignete Architekten, Tragwerksplaner, Brandschutzfachleute, TGA-Fachplaner und Holzbauunternehmen projektbezogen einbinden und Abstimmungen begleiten.
Schnittstellen, Informationsfluss, Termine und Abstimmungsbedarf zwischen Eigentümer, Fachplanung und ausführenden Unternehmen strukturieren.
Die verbindliche Prüfung von Statik, Genehmigungsfähigkeit, Brandschutz und Fachplanung erfolgt durch die jeweils qualifizierten, beauftragten Fachleute. Bei öffentlichen Auftraggebern werden die geltenden Vergabe- und Ausschreibungsanforderungen berücksichtigt.
Beim Online-Fachabend am 13. Oktober 2026 mit bis zu 60 Teilnehmenden standen die Potenziale und praktischen Herausforderungen von Geschossaufstockungen im Mittelpunkt: Projektentwicklung, Konstruktion, Holz- und Modulbau, Energie, Förderung und Wirtschaftlichkeit. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dietrich Erik Lenk. Der Austausch liefert wertvolle Impulse für die weitere Beratung von Wohnungsunternehmen und Bestandshaltern.
Werbe- und Informationsvideo, das im Vorfeld des Fachabends veröffentlicht wurde – kein Mitschnitt der Veranstaltung.
Die Veranstaltung ist abgeschlossen. Der Link führt zur Veranstaltungsseite des Aktionskreises Energie e.V.; eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.
Ob ein Gebäude aufgestockt werden kann, lässt sich nicht pauschal beantworten. Jedes Objekt muss individuell geprüft werden – technisch, rechtlich und wirtschaftlich. Typische Prüfpunkte sind:
Ich unterstütze Sie bei der Projektstrukturierung und der Koordination der Beteiligten – nicht als ausführendes Bauunternehmen und nicht als Ersatz für beauftragte Fachplaner. Meine Aufgabe ist es, Abstimmungen zwischen Eigentümer, Architektur, Fachplanung und Holzbauunternehmen zu erleichtern.
Sichtung von Unterlagen, Plänen und Zielen: Welches Potenzial bietet das Gebäude?
Einschätzung von Tragwerk, Brandschutz, Planungsrecht und Wirtschaftlichkeit mit den passenden Fachleuten.
Nutzungskonzept, Anzahl der Wohneinheiten, grober Kosten- und Zeitrahmen, Förderansätze.
Architektur, Tragwerk, Brandschutz, Bauphysik und TGA durch qualifizierte Planer – bis zur Baugenehmigung.
Holzrahmen-, Holzelement- oder Holzmodulbau – und die dazu passenden Hersteller und Partner.
Abstimmung der Beteiligten, Terminplanung und Kommunikation bis zur Fertigstellung.
Grundsätzlich kommen viele Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Gebäude mit Flachdach oder sanierungsbedürftigem Dach infrage – etwa Bauten der 1950er- bis 1970er-Jahre. Entscheidend sind jedoch immer die Tragreserven, die Fundamente, der Brandschutz, die Erschließung und das Planungsrecht. Eine belastbare Aussage ist erst nach einer objektbezogenen Prüfung möglich.
Vor allem wegen des vergleichsweise geringen Eigengewichts, das den Bestand weniger belastet, und wegen der hohen Vorfertigung, die die Bauzeit vor Ort verkürzen kann. Hinzu kommen gute Wärmedämmeigenschaften und die Verwendung eines nachwachsenden Baustoffs.
Das hängt vom Gebäude, der Grundrissplanung, der Logistik (z. B. Kranstellung) und dem gewünschten Vorfertigungsgrad ab. Modulbau spielt seine Stärken bei wiederkehrenden Grundrissen aus, Rahmen- und Elementbau sind flexibler bei unregelmäßigen Bestandsgeometrien. Die Entscheidung fällt im Projektkonzept.
Ein Tragwerksplaner wertet vorhandene Bestandsunterlagen aus und untersucht bei Bedarf das Gebäude vor Ort – etwa durch Bauteilöffnungen oder Materialproben. Daraus ergibt sich, welche zusätzlichen Lasten Wände, Decken und Fundamente aufnehmen können und ob Verstärkungen nötig sind.
Eine zentrale. Durch die Aufstockung kann sich die Gebäudeklasse ändern – mit höheren Anforderungen an Bauteile und Rettungswege, auch für den Bestand. Maßgeblich sind die jeweilige Landesbauordnung und ein objektbezogenes Brandschutzkonzept. Holzbauweisen können diese Anforderungen mit geeigneten Konstruktionen, etwa Bekleidungen und Kapselungen, erfüllen.
In der Regel ist eine Baugenehmigung erforderlich. Geprüft werden unter anderem Bebauungsplan bzw. Einfügen in die Umgebung, Abstandsflächen, Stellplatzanforderungen und gegebenenfalls Denkmalschutz. Bei Wohnungseigentümergemeinschaften sind zusätzlich die Beschlusserfordernisse nach dem Wohnungseigentumsgesetz zu beachten.
Viele Aufstockungen werden umgesetzt, während das Gebäude bewohnt bleibt. Wichtig sind ein durchdachter Bauablauf, ein Witterungsschutz während des Dachrückbaus, eine frühzeitige Information der Mieterinnen und Mieter sowie die Abstimmung von Lärmphasen und Versorgungsunterbrechungen. Die hohe Vorfertigung im Holzbau kann die Belastung vor Ort reduzieren.
Bei geneigten Dächern meist ja – das Dach wird kontrolliert zurückgebaut und durch das neue Geschoss ersetzt. Bei Flachdächern kann die vorhandene Decke je nach Zustand und Tragfähigkeit teilweise weitergenutzt werden. Das klärt die Bestandsanalyse.
Durch sorgfältig geplante Anschlussdetails. Übergänge zwischen Bestand und Aufstockung werden so ausgeführt, dass Wärmebrücken, Schallübertragung und Feuchteeintrag vermieden werden. Auch Setzungs- und Verformungsunterschiede zwischen Massivbau und Holzbau sind zu berücksichtigen.
Je nach Vorhaben können Förderprogramme von Bund, Ländern oder Kommunen infrage kommen – etwa für energieeffizientes Bauen und Sanieren oder für die Schaffung von Wohnraum. Programme und Konditionen ändern sich regelmäßig. Anträge sind in der Regel vor Beginn des Vorhabens zu stellen, daher sollte die Förderung früh geprüft werden, idealerweise mit Energie- oder Fördermittelberatung.
Zunächst werden vorhandene Unterlagen gesichtet (Pläne, Statik, Baugenehmigung) und die Ziele des Eigentümers geklärt. Anschließend folgen eine Ortsbesichtigung und die fachliche Einschätzung von Tragwerk, Brandschutz, Planungsrecht und Erschließung. Ergebnis ist eine fundierte Aussage, ob und in welchem Umfang eine Aufstockung sinnvoll ist, sowie ein Vorschlag für die nächsten Schritte.
Pauschale Quadratmeterpreise sind bei Aufstockungen wenig aussagekräftig, weil die Kosten stark vom Einzelfall abhängen. Wesentliche Kostenfaktoren sind unter anderem: Zustand und Ertüchtigungsbedarf des Bestands, Brandschutzanforderungen, Treppenhaus- und Aufzugserweiterung, Haustechnik, Ausbaustandard, Baustellenlogistik sowie Planungs- und Genehmigungskosten. Belastbare Zahlen entstehen erst im Rahmen von Machbarkeitsprüfung und Projektkonzept.
Hier ist zwischen Montagezeit und Gesamtprojektdauer zu unterscheiden. Die Montage vorgefertigter Holzelemente oder -module vor Ort kann vergleichsweise schnell gehen. Das Gesamtprojekt – von der Bestandsanalyse über Planung, Genehmigung und Vorfertigung bis zu Ausbau und Bezug – erstreckt sich dagegen in der Regel über viele Monate.
Ja, und das ist oft sinnvoll. Viele Eigentümer verbinden die Aufstockung mit einer Modernisierung von Gebäudehülle, Haustechnik oder Erschließung. So lassen sich Synergien nutzen, und die Wirtschaftlichkeit des Gesamtvorhabens kann sich verbessern.
Ich unterstütze Eigentümer und Bestandshalter bei der ersten Projektstrukturierung, der Vorbereitung notwendiger Prüfungen und der Koordination geeigneter Fachpartner. Ich führe die Beteiligten zusammen und begleite Abstimmungen; rechtsverbindliche Fachplanung, Tragwerksnachweise und Genehmigungsverfahren verbleiben bei entsprechend qualifizierten und beauftragten Fachleuten.
Lassen Sie uns besprechen, welche Unterlagen vorhanden sind, welche Fachprüfungen benötigt werden und wie Planung, Holzbaupartner und Projektbeteiligte sinnvoll zusammenarbeiten können.
oder direkt: +49 174 86 29 311 · dietrich-erik-lenk@holzhaus-kaufen.com